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2016er

Auch das Jahr 2016 stellte uns vor große Herausforderungen. Zu Beginn des Weinjahres hatten wir viel Niederschläge was dem Trockenstress von 2015 entgegen wirkte. Aber bald stellte sich heraus dass es dann irgendwann zu viel des guten Regens wurde. In Kombination mit der Wärme bot die hohe Feuchtigkeit eine gute Grundlage für die Peronospora, eine Pilzkrankheit im Weinbau, sich zu verbreiten. So hatten wir bereits Pilzbefall an den Gescheinen was wir so auch noch nicht erlebt haben. Pflanzenschutzmaßnahmen nahmen wir im Jahr 2016 sehr ernst und so konnten wir das Schlimmste vermeiden. Der Sommer war dann bis zur Lese hin heiß und trocken. Was für ein Glück! Denn das führte tatsächlich dazu dass die vorher befallenen Gescheine und Trauben bis aufs letzte eingetrocknet sind. Nicht befallene Trauben bildeten sich hervorragend aus. Auch die Kirschessigfliege war auf Grund der Hitze im Weinberg nicht anzutreffen.  Bei all den schlechten Prognosen hat sich am Ende dann doch noch alles zum Guten gewendet. Wir ernteten, in einem entspannten Herbst, gute Qualitäten und gute Erträge. Junge Anlagen hatten durch den Trockenstress in 2015 einen geringeren Ertrag als sonst aber die Qualität hat gestimmt. Freut Euch auf fruchtige schlanke Weine und höchsten Trinkgenuss.

2015er

2015 war insgesamt das trockenste Jahr das ich bis jetzt erlebt habe.

Die Trockenheit war nicht nur im Weinbau ein großes Thema, auch in anderen Bereichen der Landwirtschaft forderte der ausgebliebene Niederschlag seinen Tribut. Die große Hitze hatte aber nicht nur Schlechtes. So blieb der Winzer 2015 zum Beispiel vor der Kirschessigfliege verschont. Auch Pilzkrankheiten hatten bei dem trocken heißen Wetter schlechte Karten so dass fast ausschließlich kerngesundes Lesegut geerntet werden konnte.

„Ein bisschen Stress formt den besseren Charakter“ so sagt man. Die 2015er Weine präsentieren sich ganz außerordentlich.

Die Folgen des heißen Sommers 2015 für den Rebstock zeigen sich nun im Jahr 2016. Geringere Fruchtansätze und teilweise sogar Kümmerwuchs in Anlagen die es auf Grund Ihrer Lage besonders getroffen hat. Wie wir damit fertig werden – dazu mehr im nächsten Block.

2014er

Nach einem milden Winter war der Boden ausreichend mit Wasser versorgt. Die Reben hatten einen frühen Austrieb und bis in den Mai sind sie vorbildlich gewachsen. Hier gab es dann leichte Vegetationsrückschläge durch die kühle Witterung. Frostschäden blieben bei uns glücklicherweise aus.

Das Wasser im Boden wurde durch die ungewöhnlich niedrigen Niederschläge in Mai und Juni schon knapp bis dann der Regen Anfang Juli einsetzte. Was vorher fehlte hatte Mutter Natur nun mit kleiner Verspätung nachgeliefert.

Es blieb weiter feucht bis in den Herbst. Außerdem hatten wir erstmals Schäden durch die Kirschessigfliege zu verzeichnen.

All das führte einmal wieder zu einem hektischen, schnellen Herbst. Spät- und Auslesen waren besonders durch die hohe Wasserversorgung zur Reifephase eher die Ausnahme. Wegen der hohen Feuchtigkeit aber auch wegen der Kirschessigfliege mussten die Trauben gesund gelesen werden.

Die Füllung der 2014er Weine haben wir möglichst weit nach hinten geschoben bis in den Mai hinein. damit ein längeres Feinhefelager möglich war als sonst. Die Weine präsentieren sich frisch, fruchtig und mineralisch.

2013er

Mit einem späten Austrieb der Reben hatten wir 2013 schon zu Beginn der Vegetation einen kleinen Rückstand.  Trotz des heißen Sommers konnte der Rückstand nicht mehr aufgeholt werden. Dadurch waren wir gezwungen die Trauben länger als gewöhnlich am Stock zu lassen. Das hat sich aber mit dem nassen Herbst 2013 gar nicht gut vertragen.

Zum Schluss war alles sehr Hektisch und Arbeitsintensiv. Durch den späten Lesebeginn und den darauffolgenden Druck zunehmender Fäulnis, musste alles wie auf einen Schlag geerntet werden.

Die Säurewerte waren sehr hoch, was den Ausbau der Weine im Keller erschwerte.

Der Ertrag war in einem moderaten Ramen.

Erinnert mich alles ans Jahr 2010. Da war es aber noch etwas extremer und trotzdem gab es einen guten Wein. Wir haben uns wieder ein Mal der Herausforderung gestellt und alles gut gemeistert. Auch 2013 dürft Ihr Euch auf Winzerkompositionen der besonderen Art freuen.

2012er

Mit dem 2012er wurde uns schon wieder einmal ein außergewöhnlicher Jahrgang beschert. Für mich war es das erste Mal dass ich einen Herbst erlebt habe in dem wir ausschließlich gesundes Traubenmaterial im Weinberg hatten.
Wir hatten nur wenig Niederschlag in der Reifephase und wenn es doch einmal geregnet hat, blieb es weitgehend kühl. Folglich gab es weder Essig- noch Edelfäule und die Trauben blieben bis zum Schluss kerngesund.
Das Trauben selektieren für unser Premium-Segment war hierdurch sehr erleichtert. Es musste lediglich darauf geachtet werden, dass keine unreifen Trauben gelesen werden. Auch das Arbeiten im Weinkeller war viel weniger von Sorgen geprägt als ich es gewohnt bin. Die Moste kamen mit moderaten Temperaturen im Keller an, ließen sich super vorklären und hatten, bis auf ein paar Ausnahmen, einen ruhigen Gärverlauf bis zur Endvergärung.

Die Weine präsentieren sich mit klarer Struktur und mit feinen Aromen in der Nase.
Probieren lohnt sich!

2010er

Der 2010er Jahrgang ließ im Herbst eine weniger gute Prognose entstehen. Grund hierfür war die Witterung in den letzten Wochen bzw. Monaten der Vegetation. Zu wenig Sonne führte zu sehr hohen Säurewerten und zu viel Regen ließ die Trauben platzen.

All das führte zu dem hecktischsten Herbst den ich jeh gesehen habe. Täglich hatten wir, durch das Aufplatzen, hohe Ertragseinbußen zu verzeichnen und mußten daher so schnell wie möglich Ernten.

Nach der Lese konnten wir durch eine schnelle Verarbeitung der Trauben und eine zügige Mostvorklährung die Weine beruhigt in die Gärung schicken. Außerdem war eine Säureregulation in diesem Jahr unumgänglich, durch die höhe der Säure sehr kompliziert und auch kostspielig.

Ein altes Sprichwort besagt: "Der Wein wird im Keller gemacht" Entstanden ist dieser Satz zu einer Zeit, in der im Weinberg, meiner Meinung nach, viel falsch gemacht wurde.
Ich bin daher eher der Auffassung: "Qualität entsteht im Weinberg und im Keller muss die Qualität erhalten werden".
Das Jahr 2010 hat mich gelehrt, dass Weinberg und Keller aufeinander und besonders auf den Jahrgang abgestimmt sein müssen. Dass beides für die Weinproduktion wichtige Faktoren sind: "Erst die Summe aller Arbeiten im Weinberg und im Keller machen den Wein"

Durch das nötige know how in der Kellerwirtschaft haben wir auch 2010 wieder große Weine auf die Flasche gebracht.

Der Aufwand hat sich gelohnt! Überzeugt euch selbst. Ihr bestellt- wir liefern!
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